Das Weinbaugebiet Bordeaux (auf Französisch: Bordelais) ist weltweit das größte zusammenhängende Qualitätsweingebiet und steht wie kein anderes für französische Weinbaukunst. Das Gebiet ist mit 4000 Weingütern (auf Französisch: Chateaux) die prestigeträchtigste Weingegend der Welt.
Der typische Bordeaux Wein ist ein Verschnitt (Cuvée) aus den zugelassenen Rebsorten. Für Rotweincuvées sind Merlot, Cabernet Franc und Cabernet Sauvignon die bedeutendsten Rebsorten. Darüber hinaus sind Carmenère, Malbec und Petit Verdot zugelassen. Die wichtigsten weißen Sorten sind Sémillon, Muscadelle und Sauvignon Blanc.
Das Gebiet Bordeaux ist wiederum in über 30 kommunale Appellationen unterteilt. Innerhalb dieser kommunalen Appellationen werden die Qualitätsunterschiede der Chateaux durch Cru Klassifikationen kenntlich gemacht. Jedes Chateaux erzeugt einen repräsentativen Spitzenwein (Grand Vin), aufgrund dessen das Weingut seine Klassifikation erhält. Diese Einstufung ist am Weinmarkt wirtschaftlich von hoher Bedeutung und reicht von Premiers Crus bzw. Premiers Grands Crus Classés bis hin zu Cinquièmes Crus. Die genaue Zuteilung der Cru Klassifikationen unterscheidet sich wiederum von Appellation zu Appellation. Unter dieser so genannten Cru Classé Einstufung im Medoc, gibt es die einfachere Klassifikation der Cru Bourgeois.
Ein für Gesprächsstoff in der Weinwelt sorgendes Thema ist der Unterschied zwischen Weinen vom linken gegenüber denen vom dem rechten Ufer der Gironde. Am linken, westlichen Ufer überwiegt der Anbau von Cabernet Sauvignon (ca. zwei Drittel), gefolgt von Cabernet Franc, Merlot sowie in kleinen Mengen Malbec und Petit Verdot. Am Rechten Ufer hingegen überwiegt Merlot mit ca. 60%, ergänzt durch Cabernet Franc. Cabernet Sauvignon spielt mit 10% eine wesentlich geringere Rolle.