Portugiesischer Wein – die Basics auf einen Blick

Portugiesische Weine finden in den letzten Jahren immer größeren Zuspruch bei Weinliebhabern. Die portugiesische Weinwelt ist mit über 500 Rebsorten und über 40 Qualitätswein-Anbaugebieten vielfältig. Zur schnellen Einschätzung der Weinqualität hilft das Wein-Basiswissen zu den portugiesischen Weinqualitätsstufen.

Die 4 Qualitätsstufen

DOC – Das höchste Qualitätssiegel

Denominacão de origem controlada ist die höchste Qualitätsstufe portugiesischer Weine. Für DOC-Weine sind nur eine begrenzte Anzahl an Rebsorten aus DOC-Gebieten zugelassen. Die Höchsterträge sind limitiert und es gelten strenge Kriterien bezüglich An- und Ausbau der Weine.

IPR – Der Aufsteiger zum Qualitätssiegel

Indicacão de proveniencia regulamentada ist die zweite Qualitätsweinstufe und mit weniger strikten Reglementierungen gleichzeitig die Vorstufe zu DOC. Nach fünf Jahren kontinuierlicher Qualitätsentwicklung können IPR-Winzer den DOC-Status erlangen.

VR – Der kontrollierte Anbau

Vinho Regional ist die Bezeichnung für portugiesische Landweine, die nur aus bestimmten regionalen Weinregionen stammen dürfen. VR-Weine unterliegen weniger strengen Bedingungen als DOC- und IPR-Weine bezüglich verwendeter Rebsorten und innovativen Ausbaumethoden. Innovationsorientierte Winzer bringen junge oder mit ausländischen Rebsorten verschnittene Weine in dieser Kategorie auf den Markt.

VdM – Tafelwein

Vinho de Mesa ist die einfachste Qualitätsstufe portugiesischer Weine. Diese Weine unterliegen weder den regionalen Qualitätsbestimmungen noch den Bestimmungen der Anbaugebiete. Dennoch klassifizieren ambitionierte Winzer, weil sie die formalen Regeln der Qualitätsweinbestimmungen nicht erfüllen, ihren Wein als Tafelwein.

Die Besonderheit:

Die Klassifikation VR (Vinho Regional) ist nicht nur einfach eine Qualitätsstufe zwischen Tafel- und Qualitätswein. Sie bietet den Winzern viele Freiheiten, beispielsweise dürfen Trauben verwendet werden, die nicht im DOC-Bereich liegen. Durch diese Möglichkeiten produzieren Winzer teilweise ihre besten Weine in dieser Klasse. In diesem Fall sind ihre strenger kontrollierten DOC-Weine durch die restriktiven Anforderungen nur zweite Wahl.

Ende 2011 ist die Übergangsfrist zur neuen EU-Reglementierung abgelaufen. Danach werden die Weinklassifizierungen durch folgende Bezeichnungen ersetzt:

  • DOP (Denominação de Origem Protegida) – ersetzt IPR und DOC
  • IGP (Indicação Geográfica Protegida) – ersetzt VR
  • Vinho – ersetzt Vino de Mesa